Ausgeglichene Vorrunden-Bilanz winkt in der Fußball-Gruppenliga. Die FSG Riedrode erwartet den Spitzenreiter. Richtungsweisende Partien stehen für den VfR Bürstadt an.

 

BÜRSTADT - (jz). „Wir müssen uns jetzt endlich einmal wieder für unsere gute Leistung belohnen“, wünscht sich Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher von Fußball-Gruppenligist Eintracht Bürstadt am Sonntag vor eigenem Publikum gegen den Tabellenzwölften aus Büttelborn möglichst drei Punkte. „Dann würden wir die Vorrunde mit acht Siegen und acht Niederlagen abschließen“, könnte der Funktionär mit dieser Bilanz gut leben. Die Bürstädter werden aber auf ihren Top-Torjäger Paul Herbel verzichten müssen, der aus beruflichen Gründen in den nächsten vier Monaten nicht mehr zur Verfügung steht. Das ist ein herber Verlust für die Mannschaft von Trainer Benjamin Sigmund, denn Herbel hatte zuletzt einen guten Lauf und traf fast nach Belieben. Luca Schäfer sitzt noch eine Rot-Sperre ab, Niclas Herzberger kuriert nach wie vor eine Verletzung am Knie.

Der Aufsteiger FSG Riedrode geht mit Respekt in sein Heimspiel gegen Spitzenreiter SV Münster, wird aber nicht in Ehrfurcht erstarren. Dass die FSG auch gegen Spitzenmannschaften der Liga bestehen kann, das hat sie schon bewiesen. „Aber es wird schon eine Herausforderung für uns, denn Münster ist bis jetzt ungeschlagen und hat in seinen letzten sechs Spielen nur ein Gegentor kassiert“, weiß FSG-Trainer Andreas Keinz. Von seinem Team erwartet er indes eine klare Steigerung gegenüber der Partie gegen Hassia Dieburg vor Wochenfrist, die 2:2 endete. Dabei hatte Riedrode vor allem Probleme in den Zweikämpfen. Lukas Bamberg erlitt in Dieburg nach einem Zusammenprall zudem eine Platzwunde und wird gegen Münster noch pausieren. Jonas Ille und Oliver Schrah hingegen sind wieder fit und können wohl spielen. Dominic Kohl ist wieder im Lauftraining, sein Einsatz ist aber noch fraglich. Tomislav Tadijan musste zuletzt wegen muskulärer Probleme etwas kürzertreten. „Wir werden nicht zu viel riskieren“, macht Keinz klar.

Dem personell angeschlagenen VfR Bürstadt geht ein wenig die Luft aus, trotzdem will die Elf von Trainer Goran Barisic ihr Heimspiel gegen den SV Fürth unbedingt gewinnen. „Wir brauchen die Punkte, denn der Abstand nach unten wird kleiner“, weiß der Coach. Die nächsten vier Spiele werden richtungsweisend für sein Team, vermutet Barisic, der seine Mannschaft unter allen Umständen bis zur Winterpause auf einem Nicht-Abstiegsplatz halten will. Im neuen Jahr wollen die Bürstädter dann neu angreifen. Die Moral bei den VfR-Spielern stimmt schon mal, denn gegen die jüngste 1:3-Niederlage gegen Mitlechtern stemmte sich der VfR bis zum Schluss.

Bürstädter-Zeitung Freitag, 08.11.2019