Für SV-Sportchef Tobias Schmidt sind beim 1:3 in Riedrode beide Strafstöße nicht korrekt entschieden. Erva Atagüls Führung hält bis zur 70. Minute

RIEDRODE - (step). Trotz einer guten Vorstellung musste der SV 07 Nauheim in der Fußball-Gruppenliga Darmstadt bei der FSG Riedrode eine 1:3 (1:0)-Niederlage hinnehmen. „Die Jungs haben wieder alles gegeben“, zeigte sich Tobias Schmidt, Sportlicher Leiter des SV 07, nicht unzufrieden. Für ihn lag sogar ein Dreier im Bereich des Möglichen: „Wir hatten heute kein Glück mit dem Schiedsrichter.“ Bei den beiden Strafstoßentscheidungen sahen sich die Nauheimer vom Spielleiter benachteiligt. Beim ersten Foulelfmeter sei Sinisa Pitlovic über das Bein des Nauheimer Spielführers Jens Bolbach gefallen. In der zweiten Szene fünf Minuten vor Spielende sei das Foulspiel Bolbachs zwar unstrittig, aber laut Schmidt deutlich außerhalb des Strafraums gewesen. Allerdings hatten die Gäste nach der Führung durch Erva Atagül (24.) auch etliche gute Kontermöglichkeiten, die sie nicht ordentlich zu Ende spielten. So nach 67 Minuten, als Ilias Syah bei einem Konter den Ball zu weit nach vorne beförderte, sodass Okan Erdogan sowie Fabio de Leo das Spielgerät nicht mehr erreichen konnten.

Bei einem zweiten Nauheimer Treffer wären die Chancen auf den Dreier groß gewesen, vermutet Tobias Schmidt. Auch nach dem Ausgleichstreffer steckte Nauheim nicht zurück, konnte aber durch Fabio De Leo (74.) und Miguel Alves (77.) den erneuten Führungstreffer nicht markieren: „Uns hat heute die Cleverness gefehlt.“ Positiv wertete Schmidt, dass die neuformierte Mannschaft erneut auf Augenhöhe kickte: „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können.“

SV 07 Nauheim: Waliszewski – Atagül, Alves Ribeiro, Bolbach, De Leo, Lombardo, Thomasberger (64. Erdogan), Syah (76. Yagub), Brogno, Pentidis, Ünsal (89. Secares) Tore: 0:1 Atagül (24.), 1:1 Tadijan (70./Foulelfmeter), 2:1 Tadijan (85./Foulelfmeter), 3:1 Tadijan (90.); Gelb/Rote Karte: Yagub (85./Nauheim);

Schiedsrichter: Hnatkow (Neu-Anspach); Zuschauer: 170

FUSSBALL-GRUPPENLIGA AUFSTEIGER SCHLÄGT SCHLUSSLICHT LENGFELD MIT 3:0

Riedrodes Kapitän Tomislav Tadijan, hier rechts gegen Lorschs Simon Kissenkötter am Ball, traf in Lenfeld einmal selbst und bereitete die anderen beiden Tore vor.

 

FSG Riedrode legt nach.

Die nächsten Gegner, bitte! Nach ihren Erfolgen am vorangegangenen Wochenende haben die Ried-Gruppenligisten nachgelegt. Die Bürstädter Eintracht feierte mit dem gestrigen 2:1 (1:1) beim SV Nauheim den dritten Sieg im fünften Spiel. Einen Zähler mehr als die Eintracht weist Aufsteiger FSG Riedrode nach dem souveränen 3:0 (2:0) beim Tabellenletzten TSV Lengfeld am Samstag auf. Lengfeld – FSG Riedrode 0:3 „Der Sieg ist unterm Strich das, was zählt“, erklärte Riedrodes Trainer Andreas Keinz: „Bei den sommerlichen Temperaturen hat sich kein schönes Spiel ergeben. Wir haben zwar früh das 1:0 gemacht, aber nicht so den Zugriff auf das Spiel bekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Natürlich wollte Keinz den starken Saisonstart des Aufsteigers (zehn Punkte) nicht schlechtreden: „Das sieht ordentlich aus. Aber wir wollen erst nach acht oder neun Spieltagen auf die Tabelle schauen. Die Punkte, die wir jetzt holen, nimmt uns niemand mehr.“ Vor 200 Zuschauern brachte Tomislav Tadijan die FSG früh auf die Siegerstraße. In der zweiten Minute war Riedrodes Kapitän nach einer Flanke von Sören Heiderich zur Stelle, die Unentschlossenheit von TSV-Torwart Max Kögler beim Herauslaufen machte sich Tadijan zunutze (2.). In Minute 45 spielte Tadijan den Ball perfekt in die Tiefe, Mario Basyouni vollendete zum 2:0. In einem „nicht überharten Spiel“ (Keinz) fingen sich die Lengfelder zu Beginn der zweiten Halbzeit zwei Gelb-Rote Karten. Maximilian Wick (56.) und David Pfister (58.) mussten beim punktlosen Schlusslicht vom Platz. Kurz vorher hatte FSG-Angreifer Sinisa Pitlovic mit dem Treffer zum 3:0-Endstand nach einem Tadijan-Pass in die Schnittstelle alles klargemacht (55.). „Mit ein bisschen mehr Willen hätten wir auf das 4:0 oder 5:0 gehen können“, zählte Keinz noch Chancen für Marcel Daniel, Pitlovic und Joker Mateo Jurkic auf.

© Südhessen Morgen, Montag, 02.09.2019

Riedrodes Trainer Andreas Keinz sah, wie seine Mannschaft einen 0:2-Rückstand aufholte.

Riedrodes Trainer Andreas Keinz sah, wie seine Mannschaft einen 0:2-Rückstand aufholte.

FSG Riedrode – FC Bensheim 2:2

Riedrodes Heimdebüt gegen den Aufstiegsaspiranten hielt, was es im Vorfeld versprach. „In der ersten Halbzeit haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden, aber in der zweiten Halbzeit haben wir Moral bewiesen. Da haben wir uns einige Chancen herausgespielt und hätten sogar gewinnen können“, fand FSG-Trainer Andreas Keinz. Nach zwei Spieltagen weist sein Team vier Punkte auf – eine Ausbeute, mit der nicht unbedingt zu rechnen war.

Vor 200 Zuschauern auf dem Waldsportplatz waren es zunächst die Gäste, die ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. In Minute 31 brachte Bensheims Spielertrainer, der Ex-Profi Elton da Costa (früher unter anderem Darmstadt 98), einen Freistoß auf das Tor von Chris Keilmann. Der regionalligaerprobte FSG-Schlussmann lenkte den Ball an den Pfosten. Beim Abpraller schaltete Bensheim jedoch schneller, der Ex-Riedroder Max Gebhardt schob zum 0:1 ein. Sechs Minuten danach profitierte Dominik Oelschläger von einem Abstimmungsfehler in der FSG-Defensive – das 0:2 (37.).

Nach dem Seitenwechsel bewies die FSG, warum sie den Anspruch hat, sich Heimmacht zu nennen. Nach einem langen Ball von André Moos auf Marcel Daniel, der das Kunstleder gekonnt an Sinisa Pitlovic weitergab, verkürzte dieser auf 1:2 (61.). Die 07er antworteten mit einem Pfostenschuss. Doch nachdem der starke Bensheimer Luca Albrecht wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah (72.), übernahm die FSG endgültig die Kontrolle. Auf Zuspiel von Timo Seyfried erzielte Pitlovic seinen dritten Saisontreffer und glich zum 2:2 aus (77.).

Am Sonntag (15 Uhr) steht der FSG die dritte Partie in sieben Tagen bevor. Dann empfängt der Aufsteiger die Sportfreunde Heppenheim. Die Elf von Trainer Aiad Al-Jumaili erwischte mit Niederlagen gegen Bürstadt (3:5) und Nauheim (2:3) einen schlechten Start. „Das ist ein spielstarker Gegner, der einige technische gute Fußballer in seinen Reihen hat. Wir müssen von Anfang hellwach sein. Was sonst passiert, hat man in der ersten Halbzeit gesehen“, warnt Keinz, der ohne Moos und Pitlovic (beide im Urlaub) planen muss. Wie gehabt fehlen Marc Kress und Dominic Kohl. Dagegen sollte Stammkeeper Keilmann seine Blessur aus dem Bensheim-Match bis Sonntag auskuriert haben. cpa

FSG Riedrode – FC Alsbach 3:1

Sieben Punkte aus vier Partien: Das ist eine solide Startbilanz für einen Aufsteiger.

„Wir haben nicht gegen irgendwen gespielt, sondern gegen Alsbach und haben uns sieben, acht richtig gute Chancen herausgespielt“, freute sich FSG-Trainer Duro Bozanovic – und ergänzte: „Wir wissen, dass wir immer bereit sein müssen, alles abzurufen. Wir wissen aber auch, dass wir an einem guten Tag jeden Gegner schlagen können.“ Genau das stellte die FSG vor 200 Zuschauern auf dem Waldsportplatz unter Beweis. Allerdings war zunächst auch etwas Glück im Spiel. Dominic Kohls Foul gegen Alsbachs Johannes Wolff war laut Bozanovic durchaus elfmeterwürdig (12.). In Minute 19 hätte es indes Strafstoß für Riedrode geben können, als Nils Schwaier zu Fall kam. In der 36. Minute traf Marcel Daniel zum 1:0 für die FSG. Kurz vor der Pause sah FCA-Stürmer Nick Neumann nach einem Tritt gegen Schwaier Rot (45.+2). Vorteil Riedrode? Mitnichten! „Manchmal sind Mannschaften nach einem Platzverweis umso motivierter“, erklärte Bozanovic, warum die FSG trotz der besagten Chancen das späte 1:1 durch Alexis Bonias kassierte (88.). Doch dabei blieb es nicht. Ein Solo von Schwaier, der zwei Alsbacher stehen ließ und den Ball zum 2:1 im kurzen Eck unterbrachte (90.), und das 3:1 durch einen potenten Schuss von Oliver Schrah aus 18 Metern (90.+3), ließen die FSG letztlich auch verdientermaßen jubeln.